MILTACH. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) startete jüngst gemeinsam mit neun europäischen Partnerorganisationen ein von der EU gefördertes Kulturprojekt – den „European Citizen Campus“ (ECC). Unter den Teilnehmern aus verschiedenen Ländern befand sich auch Kunststudentin Marion Aich aus Miltach.

Sie studiert zur Zeit an derUniversität in Regensburgund bewarb sich Anfang des Jahres neben 365 weiteren Interessierten. Sie kam unter die 24 Teilnehmer aus Deutschland. Am 20. Juli ging es nach Porto und mit dem Zug weiter zum Zielort Viana do Castelo, Nahe der Atlantikküste. Dort wurden die Teilnehmer vom Bürgermeister und betreuenden Künstlern zum Laboratory 5, „Freiheit“ willkommen geheißen. Während zwei der Studenten mit einem Fotografen aufbrachen, begleiteten Marion Aich und ein weiterer Teilnehmer aus Deutschland den Workshop für Malerei und Keramik bei dem in Portugal bekannten Künstler Mario Rocha.

Die gegenseitige Verständigung war wegen der unterschiedlichen Sprachkenntnisse nicht immer einfach. Die Unterbringung war im örtlichen Studentenwohnheim gesichert, die Verpflegung allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, berichtet Aich. Sehr viel Verständnis und Aufmerksamkeit erfuhren Aich und der weitere deutsche Student in dem großzügigen Atelier mit Ausstellungsfläche bei Mario Rocha. Er widmete beiden viel Zeit bei der künstlerischen Arbeit, dem Bemalen fertiger Keramikgefäße, ermöglichte eine Führung durch eine Keramikfabrik und bot ihnen einen Nachmittag Gelegenheit zum Kennenlernen typisch portugiesischer Lebensweise. Aich, die bereits ein Mathematik- und Kunststudium für ein Lehramt an Realschulen abgeschlossen hat, derzeit den Master in Bildender Kunst und ästhetischer Erziehung mit Schwerpunkt Bildhauerei an der Universität in Regensburg absolviert, konnte ihre Begabung unter der Anleitung Rochas verfeinern und erhielt interessante künstlerische Reflexionen.

Sie gewinne aus dieser Zeit wertvolle Impressionen für ihr weiteres künstlerisches Schaffen, stellt sie fest. Fast etwas wehmütig erfolgte am 26.Juli der Abschied und die Heimreise. Zufrieden und begeistert blickt Marion Aich auf ihre europäischen Erfahrungen zurück und weist darauf hin, dass die Werke der Studierenden in den sechs beteiligten Ländern ausgestellt und diskutiert werden. Für 2015 sind eine Abschlussausstellung sowie eine internationale Konferenz in Brüssel geplant. (ksg)